Umwelt News

Luftfahrtrelevante Vogelvorkommen

Luftfahrtrelevante Vogelvorkommen werden auf den Seiten des Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz behandelt.

Den vollen Artikel gibt es auf http://www.lugv.brandenburg.de/

Energiestrategische Initiative des LSB- Energie-Datenbank

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch eine stärkere Orientierung an einer nachhaltigen Entwicklung erweitert der organisierte Sport seine Handlungsmöglichkeiten. Nachhaltigkeit ist Thema im „Sportland BB 2020“ | 3. Punkt Nachhaltige Entwicklung: Zukunftsfähigkeit sichern, Verantwortung übernehmen.

Vor diesem Hintergrund hat der Landessportbund 2012 seine „Energiestrategische Initiative“ gestartet, mit der er die Vereine bei der ökonomischen und ökologischen Betreibung ihrer Sportstätte(n) unterstützt. Somit leistet der organisierte Sport einen Beitrag zu einer umweltschonenden und zukunftsweisenden Energiepolitik im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes BB.

Gefördert wird diese Maßnahme im Rahmen der REN-Plus-Richtlinie.
(Richtlinie zur Förderung des Einsatzes Erneuerbarer Energien, von Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und der Versorgungssicherheit im Rahmen der Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg)

Im Rahmen dieser Initiative hat der LSB ein Konzept entwickelt, mit dem Sportvereine Potenziale der Energieeinsparung erkennen können.

Hierzu wurden:

-          Öko-Checks für 30 Modelvorhaben erarbeitet;

-          die Projektergebnisse in einer Broschüre festgehalten, mit Tipps für Sportvereine zur Energieeinsparung

-          ein Info-Flyer „Energie-Strategische Initiative des LSB“ erarbeitet

-          sowie eine Energie-Datenbank erstellt.

In dieser Datenbank können sich interessierte Sportvereine kostenfrei eintragen, ihre Energieverbräuche auswerten und sich mit anderen Sportvereinen vergleichen. Etwaiges Einsparpotenzial wird sichtbar.

Der Zugang zur Datenbank ist über eine Verlinkung auf der Internetseite des LSB möglich. Hier steht dann auch in Kürze die Broschüre zur Verfügung.

Der Info-Flyer steht auch als PDF-Datei zur Verfügung (siehe Anlage). Er ist auf der Internetseite des LSB aufrufbar.

Vielen Dank. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Wunderlich

 

Erste Sport-Audit Luftsport-Zertifizierungen in Brandenburg

 
Am 30. April hatte die Flugsportvereinigung „Otto Lilienthal“ e. V. in Finsterwalde Gäste. Dr. Wolfgang Scholze vom Deutschen Aero Club (DAeC), Referat Umwelt & Natur, Reinhold Tomisch vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Land Brandenburg, Kathrin Sperling vom Landessportbund Brandenburg und Jonny Dorf als Präsidiumsmitglied für Sport und Umwelt vom LLVBB waren angereist, um den Gastgeberverein und den Fliegerclub Bronkow e.V. nach den Vorgaben des Sport-Audit Luftsport gründlich zu prüfen bzw. an der Prüfung teilzunehmen und Erfahrungen über dieses Vereinsmanagement zu sammeln. Im Vorfeld hatten beide Vereine die Checklisten mit vielen Fragen erhalten, die sie beantworten mussten. Freilich sah es anfangs schlimmer nach Arbeit aus als es in Wirklichkeit war, denn nicht alle Bereiche und Fragen trafen auf ihre Vereine zu, aber beide Vereinsvorsitzenden meinten ziemlich übereinstimmend, dass sie oder andere sich doch ca. 8 Stunden mit der Beantwortung der Fragen beschäftigt hatten. Worum es dabei ging? Die beiden Vereine hatten sich entschlossen, am Sport-Audit Luftsport teilzunehmen und die Checkstufe I zu absolvieren.

Der DAeC hat in den vergangenen Jahren in Schleswig-Holstein zusammen mit dem Deutschen Modellfliegerverband (DMFV), dem Landessportbund Schleswig-Holstein und dem dortigen Umweltministerium im Rahmen eines Modellprojektes ein Auditverfahren für Luftsportvereine erarbeitet. Seit letztem Jahr fördert das Umweltbundesamt (UBA) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU) die bundesweite Umsetzung dieses Verfahrens. Die Flugsportvereinigung „Otto Lilienthal“ e.V. in Finsterwalde und der Fliegerclub Bronkow e.V. sind die beiden ersten Teilnehmer aus Brandenburg.

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Das Sport-Audit Luftsport-Verfahren ist in vier Stufen angelegt, die aufeinander aufbauen. Es ist praxisnah und allgemeinverständlich gehalten. Im Basischeck I steht die Selbstkontrolle zur Vermeidung von direkten Risiken für die Umwelt und Umweltstrafbeständen im Vordergrund. Der Bearbeiter wird mithilfe der Checklisten und weiterer Arbeitsmaterialien (u.a. viele Vordrucke) in die Lage versetzt, alle für den jeweiligen Verein relevanten Anforderungen zu identifizieren. Die zugrunde liegenden rechtlichen Bestimmungen sind aufgeführt. Da sich manche Gesetze innerhalb Deutschlands von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, wurden auch die Fragen entsprechend differenziert erarbeitet. So ergibt sich für das ein oder andere Thema ein recht umfangreiches Fragenpaket. Selbstverständlich sind aber für einen Verein nur die Fragen zu beantworten, die auf das Bundesland zutreffen, in dem der Flugplatz liegt. Ein kleiner Trost für die, die zunächst vor dem großen Packen Papier erschrecken -  nicht jede Seite davon muss also von ihnen abgearbeitet werden. Die Checklisten und Arbeitsmaterialien stehen jedem Interessierten auf der Projekthomepage (siehe unten) zur Verfügung. Ihre Nutzung ist kostenlos und unverbindlich. Will ein Verein seine Leistungen prüfen und zertifizieren lassen, wendet er sich an das DAeC-Referat Umwelt und Natur bzw. einen Auditor (in Brandenburg an Fred Kohse oder Jonny Dorf). Dieser prüft die Unterlagen und führt mit den Vereinsvertretern das Zertifizierungsgespräch. Für die Zertifizierung des Basischeck I müssen aufgrund ihrer rechtlichen Relevanz alle Anforderungen erfüllt werden.

Basischeck II, der auf dem Basischeck I aufbaut, beinhaltet die Vermeidung von indirekten Risiken für die Umwelt. Ein Teil dieser Anforderungen kann als später zu erledigende Aufgabe definiert werden. Ihre Erfüllung wird auch hier durch Selbstkontrolle erledigt und durch den Auditor überprüft.

 

Mit der Erfüllung der Anforderungen der Basischecks I und II leisten Vereine bereits mehr als ihre gesetzlichen Pflichten für die Umwelt. Damit erfüllen sie auch die Anforderungen für die Teilnahme an der Ausschreibung für den Umweltpreis des LSB Brandenburg und werden deshalb ohne zusätzlichen Aufwand mit in die Auswahl einbezogen.

In Schleswig-Holstein wird das Audit bereits seit einigen Jahren von Vereinen genutzt. Die Praxis hat gezeigt, dass es z.B. die Zusammenarbeit mit Behörden an vielen Stellen vereinfacht.

Jeder Vereinsvorsitzende oder mit Aufgaben Betraute wird in seiner Tätigkeit mit einer Vielzahl von gesetzlichen und amtlichen Vorschriften konfrontiert, auf deren Inhalt er leider oft erst aufmerksam gemacht wird, wenn er gegen eine von ihnen verstoßen hat und als Konsequenz z.B. die Versicherung nicht zahlt, die Behörde den Platz sperrt oder Unfälle passieren. Deshalb ist es gut zu wissen, ob der Verein einer Überprüfung der Einhaltung der Bestimmungen standhält, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.

 

Nun wird der Finsterwalder Verein mit Wilfried Arlt von einem im wahrsten Sinne des Wortes „alten Hasen“ geleitet, der „mit allen Wassern gewaschen“ ist, weil er in 40 Jahren Vereinsarbeit so ziemlich alles von der Pike auf gelernt und in den Grabenkämpfen mit Behörden reichlich Erfahrungen und Wissen erworben hat. Und nachdem wir wieder einmal einen Blick in seine Arbeitswelt Flugplatz, in die Werkstätten und auch hinter die Türen sonst verschlossener Schränke werfen konnten, waren wir überzeugt, dass hier alles nicht nur in Ordnung, sondern sogar vorbildlich ist. Auch der DAeC-Auditor Wolfgang Scholze, der die Auditierung durchführte und bei einer Flugplatzbegehung auffallend viele Fotos für die Unterlagen machte, begründete die Vielzahl seiner Aufnahmen damit, dass man ja auch positive Beispiele brauche für andere Vereine. Bei der Auswertung der Antworten des Vereins in der Checkliste und beim Rundgang zeigte sich aber, dass es immer noch etwas - und seien es in diesem Falle wirklich nur kleine Sachen - zu verbessern gab: zwei Wasserhähne, an denen die Kennzeichnung „Kein Trinkwasser“ noch fehlte und eine Wanne für tropfendes Öl unter dem Gerät, die vergrößert werden sollte. Sind Tanks ohne entsprechende Kennzeichnung für den Inhalt wirklich geeignet, auch wenn sie vom Hersteller eigens für diesen Zweck gekauft wurden? Und schließlich ein interessanter Hinweis auf Bestimmungen, die vielleicht Geld sparen: Für die Errichtung eines Wildzaunes um den Flugplatz, dessen Gelände von der Jagdbehörde aus Sicherheitsgründen als nicht bejagdbar erklärt wurde, wurde von der Behörde ein Bauantrag vom Verein verlangt, der mit von 500 Euro Kosten verbunden war. Hier ist zu prüfen, ob ein solcher Bauantrag wirklich gestellt werden muss. Ein genauerer Blick in die Landschaftsschutzgebietsverordnung würde sich lohnen, empfahl ihm Wolfgang Scholze, weil er sich erinnerte, dass an anderer Stelle kein Bauantrag für den Wildzaun erforderlich war. Wilfried hat das natürlich sofort geprüft, aber leider, leider, leider – die Kleinstaaterei lässt grüßen – gilt das nicht für Finsterwalde.

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Den Flugplatz in Bronkow haben wir uns nicht angesehen, aber auch hier zeigte sich in der Diskussion mit dem Umweltbeauftragten Thomas Dey, der den Vereinsvorsitzenden Martin Knöpke vertrat, wie wichtig eine solche gründliche Durchforstung der Anforderungen und Antworten in den Checklisten und Arbeitsblättern doch sein kann. Beispielsweise wurde bisher die Heizungsanlage auf dem Flugplatz regelmäßig vom Vereinsvorsitzenden überprüft, der die dazu notwendigen beruflichen Berechtigungen hatte. Leider verunglückte er im vergangenen Jahr, und es stellte sich heraus, dass auf dem Flugplatz keine Unterlagen über diese Überprüfungen vorhanden sind, obwohl bekannt ist, dass sie regelmäßig durchgeführt wurden. Also muss sehr bald der Schornsteinfeger bestellt werden.

Wichtig war sicher auch ein Hinweis auf die Campingvorschriften im Land Brandenburg, die man kennen sollte, wenn man auf eigenem Grund und Boden mehr als zwei Zelte für mehr als zwei Übernachtungen aufstellt.

Oder die Frage, wie ist zu sichern, dass Unbefugte, besonders Kinder, nicht mit gefährlichen und giftigen Stoffen in Berührung kommen können – wie wichtig das ist, stieß Thomas Dey bei der Beschäftigung mit diesen Themen. Sein Verein ist sehr familienfreundlich geworden, und die Zahl der Kinder nimmt zu, die jetzt mit ihren Eltern am Vereinsleben teilnehmen. Deshalb dürfen Kinder ohne Begleitung Erwachsener zukünftig nicht mehr die Möglichkeit haben, unbemerkt in die Werkstatt gelangen.

Wozu braucht es ein „Verbandbuch“, wenn doch jeder Unfall irgendwie gemeldet wird? Aber wie schnell kann aus einem vermeintlich harmlosen Schnitt in den Finger ein schlimme Entzündung oder gar Vergiftung entstehen, die im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass ein Arm geopfert werden muss, um das Leben zu erhalten? Ohne Nachweis im Verbandbuch, wann und wo das passiert ist, ist die Berufsgenossenschaft, die beste Versicherung, die uns für solche Fälle zur Verfügung steht, nicht in der Versorgungspflicht. Und wenn auch das selbst angefertigte Verbandbuch in Finsterwalde bisher immer leer geblieben ist, bedeutet das nicht, dass noch nie etwas zugepflastert werden musste, zum Glück ohne schwere Folgen – bisher.

Es war eine ausgesprochen interessante Diskussion, die sich während dieser Prüfung entwickelte mit vielen praktischen Hinweisen und Anregungen für beide Seiten. Auch der Auditor nahm Hinweise gerne auf, wo Checklisten und Arbeitsblätter noch verständlicher formuliert werden sollten.

 

Die wenigen Mängel, die bei der Vorprüfung der Unterlagen, beim Zertifizierungsgespräch und bei der Begehung des Flugplatzes Finsterwalde festgestellt wurden, sind nun im jeweiligen Zertifizierungsprotokoll festgehalten mit dem Termin, bis zu dem sie abgestellt sein sollen. Der Auditor wird beide Vereine dabei unterstützen, die Termine einzuhalten. Am Flugplatz Bronkow wird noch ein Ortstermin durchgeführt. Sobald die Mängel behoben sind, erhalten die Vereine ihre Zertifikate.

Die Vereine in Finsterwalde und Bronkow nehmen damit am Sport-Audit Luftsport teil und werden den Basischeck I erfolgreich absolvieren. In einer öffentlichen Veranstaltung mit ihren wichtigsten Partnern aus dem Umfeld und Nachbarn wird das noch feierlich mit Urkunde und Fahne besiegelt.

 

Da die Unterlagen für einen solchen Check jedem im Internet kostenlos zur Verfügung stehen, kann man eigentlich nur allen Vereinen Selbstkontrolle auf dieser Basis erst einmal wärmstens empfehlen. Viel Ärger und Kosten ersparen sich alle, die schnell

in Ordnung bringen, was noch nicht in Ordnung ist. Und die Runde, die sich hier versammelt hatte, war sich darüber einig, dass man mit einem solchen Sport-Audit Luftsport-Zertifikat in der Tasche besser gewappnet ist, wenn es z.B. zu Beschwerden aus dem Umfeld kommt, Versicherungsschäden zu regulieren sind und wenn es um die Bewertung der eigenen Leistungen und Arbeitsergebnisse geht. Wir wissen alle, wie schnell man in eine Falle tappen kann - keiner kann alles wissen. Aber mit diesen Arbeitsunterlagen, die der DAeC mit seinen Projektpartnern erarbeitet hat, hat man eine hervorragende Grundlage, mit der man ohne große Mühe alles findet, was man braucht, um am Ende sauber dazustehen. In den meisten Vereinen gibt es auf diesen Gebieten bereits beruflich geschulte Mitglieder, die man hierzu einbeziehen sollte, und wenn nicht, wird es höchste Zeit, geeignete Mitglieder schulen zu lassen.

Einig waren wir uns in dieser Runde auch darüber, dass bei aller Vorbildlichkeit vieler Umweltprojekte, die auf Flugplätzen verwirklicht und ausgezeichnet wurden, der ständige Umgang mit der Umwelt im Alltag auf dem Flugplatz, in den Werkstätten und Hallen, bei der Entsorgung von Abfällen, dem Betrieb von Heizungsanlagen, der Einhaltung der Kennzeichnungspflichten, der Beachtung und Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und örtlichen Anforderungen eigentlich das Wesentliche sind, an dem wir unseren Umgang mit der Umwelt messen müssen.

 

Informationen zum Sport-Audit Luftsport und die Unterlagen zum Download gibt es unter www.sport-audit-luftsport.de.

Wir rufen unsere Vereine auf, Macht mit!

 

Bundesweiter Wettbewerb zur biologischen Vielfalt auf Sportanlagen „Sportplatzdschungel“

Am bundesweiten Wettbewerb zur biologischen Vielfalt auf Sportanlagen „Sportplatzdschungel“ sollten alle Vereine teilnehmen. Es warten attraktive Preise.